Politik - Wirtschaft




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Lehrer/innen

Name, Vorname Kürzel Aufgabe(n) Fächer
Kleinebrahm, TheoKbStunden- / Vertretungsplan, Aufgabenfeld BGE, POL, SP
Bartsch, EdgarBsch POL, SP
Eggemann, StefanEgFachobmann Politik-WirschaftLA, POL
Kaliske, FabienneKal POL, MA
Neuser, RalfNe DE, POL
Risch, SebastianRis EN, POL
Rische, NadineRi DE, POL, WN
Roessig, GabrieleRg DE, POL
Rohde, Hans-ChristianRhFachobmann Werte und NormenDE, GE, POL, WN
Sonnleitner, AnjaSo EN, POL
Weickardt, JanWk GE, POL, EK

Lernmittel

Gesamtbücherlisten für die Jahrgänge 5-10 sind unter der Rubrik Lernmittel zu finden» zurück zum Inhaltsverzeichnis dieser Seite >>

Rahmenthemen im Sekundarbereich II



In den Jahrgängen 12 und 13 variieren die Themen in Abhängigkeit von den thematischen Schwerpunkten und sind für jeden Jahrgang unterschiedlich
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine mögliche Themenabfolge:

Modernisierungsprozesse in Gesellschaften 12 / 1
Demokratie in Deutschland 12 / 2
   
Internationale Politik und globale Verantwortung 13 / 1
Zukunftsentwürfe: Individuum und Gesellschaft 13 / 2

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Betriebspraktikum der 10. Klassen: Praktikumsbericht

Das zweiwöchige Betriebspraktikum wird ab dem Schuljahr 2008/2009 im Jahrgang 10 durchgeführt.
Zu den schulischen Aufgaben gehört es, dass die Schülerinnen und Schüler neben einem Plakat (DIN A2), mit dem sie über einen ausgewählten Beruf anschaulich informieren, auch eine kurze schriftliche Berufsbewertung mit Blick auf ihre eigene Berufswahl anfertigen (maximal 2 bis 3 Seiten).
Nach Ihrem Praktikum präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Plakate vor der Klasse. Eine Auswahl der Plakate wird in der Regel im Rahmen einer Ausstellung zur Berufsorientierung der Schulöffentlichkeit zugänglich gemacht. So sollen diejenigen Schülerinnen und Schüler, die im jeweils folgenden Schuljahr das Praktikum absolvieren, die Gelegenheit erhalten, sich anhand der Plakate über Berufe und Betriebe in der Region zu informieren und Anregungen für die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz zu bekommen.
Für weitere Fragen und Tipps stehen die Lehrerinnen und Lehrer im Fach Politik-Wirtschaft gerne zu Verfügung.
(Eg)

Der Praktikumsplatz muss vom Betrieb bestätigt werden. Hierfür gibt es hier den Vordruck.

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Vortrag zum Thema: "60 Jahre Grundgesetz"


Am Donnerstag, dem 17.09.2009 fand in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums ein Vortrag von Herrn Professor Ipsen zum Thema: "60 Jahre Grundgesetz" statt. Der Vortrag kann auf
http://www.staatsgerichtshof.niedersachsen.de nachgelesen werden.

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Juniorwahl 2008

In der Woche vom 21.-25.01.08 hatten die Schülerinnen und Schüler von vier achten, einer neunten sowie mehreren Kursen aus den Jahrgängen 12 und 13 die Möglichkeit ihre Stimme im Rahmen der Juniorwahl 2008 abzugeben und so parallel zur Landtagswahl 2008 selbst ein fiktives Landesparlament zu wählen. Die Wahlergebnisse wurden am Wahlsonntag, 27. Januar im Internet veröffentlicht. Am OHG waren insgesamt 186 Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme an diesem Projekt, das von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt wird, als Wähler registriert, von denen 167 auch ihre Stimme abgaben. Wahlhelfer aus dem 12. Jahrgang sorgten für den reibungslosen Ablauf des Wahlvorgangs. Sie händigten den „Wählerinnen“ und „Wählern“ im Tausch gegen ihre Wahlbenachrichtigungskarte einen Wahlschlüssel aus. Der technische Ablauf entspricht dem Prinzip des Online-Bankings mit so gennanten PIN- und TAN-Codes. Der Wahlvorstand aktiviert zunächst das Computerwahlsystem der Schule, damit die Wählerinnen und Wähler dann mit ihrem Wahlschlüssel bzw. TAN-Code ihre Stimme abgeben können. Dieser Code verfällt anschließend, eine erneute Stimmabgabe wird somit unmöglich. Als „Wahllokal“ der Schule diente der PC-Raum, der mit Kabinen für die Stimmabgabe ausgestattet wurde.
Das Projekt Juniorwahl wurde von den Schülerinnen und Schülerin insgesamt positiv bewertet. Durch die realitätsnahe Gestaltung des Wahlaktes und die landesweite Beteiligung von Schulen an diesem Projekt fühlen sich die Jugendlichen ernst genommen. Das Projekt hat auf jeden Fall zu mehr politischer Diskussion auch über den Unterricht hinaus beigetragen. Auf diese Weise wurde eine intensive und vor allem praxisbezogene Auseinandersetzung mit dem Thema Wahlen im Politikunterricht ermöglicht.
Im Rahmen eines solchen Projekts werden Schülerinnen und Schüler mit Prozessen der politischen Willensbildung vertraut gemacht, indem sie selbst ein Teil dieser werden. Es geht also im Kern um das Erleben und Üben von Demokratie. Die Schülerinnen und Schüler lernen Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Insgesamt ist die Juniorwahl, die aus der inhaltlichen Vorbereitung im Unterricht einerseits sowie dem Wahlakt andererseits besteht, ein wichtiger Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen.


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Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Miersch (SPD) stellt sich Schülerinnen und Schülern vor
– Diskussion über Nachhaltigkeit


Am 11. September 2008 besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch (SPD) das Otto-Hahn-Gymnasium, um die Schülerinnen und Schüler über seine Arbeit als Abgeordneter zu informieren und mit ihnen über ökologische Nachhaltigkeit zu diskutieren. Insgesamt nahmen rund 250 Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (darunter der gesamte Jahrgang 12) sowie eine 10. Klasse der Gerhart-Hauptmann-Schule an der Veranstaltung teil.
Dabei berichtete Dr. Miersch darüber, dass er seit 2005 ein Bundestagsmandat innehabe und den Wahlkreis 47, der neben Springe elf weitere Städte mit über 300.000 Einwohnern umfasst, direkt gewonnen habe. Er erzählte anschaulich über einen typischen Arbeitstag als Abgeordneter in Berlin sowie insbesondere über seine Tätigkeit als nachhaltigkeitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Dabei bezog er die interessierten Schülerinnen und Schüler immer wieder mit ein.
Beim Thema Nachhaltigkeit standen Fragen der Energiepolitik im Vordergrund. Zunächst stellte der Abgeordnete seine Auffassungen diesbezüglich dar – von der Frage, was der Einzelne in diesem Zusammenhang tun könne, über Fragen zu regenerativen Energien bis hin zum Thema Atomausstieg. Hierzu wurden auch kritische Fragen gestellt, die Dr. Miersch ausführlich beantwortete.
Im Nachgespräch freute sich Dr. Miersch darüber, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht nur sehr interessiert gezeigt, sondern die Veranstaltung auch außerordentlich aufmerksam verfolgt hätten – ein Eindruck, den auch die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer teilten.
Im Januar wird die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth (CDU) das Otto-Hahn-Gymnasium besuchen. Sie vertritt ebenfalls den Wahlkreis 47 und wird den Schülerinnen und Schülern zu Fragen einer nachhaltigen Energiepolitik Rede und Antwort stehen.
(Eg)

(September 2008)

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Frauen in der Politik
Gleichberechtigung: ein Thema - kein Thema?

Frau Ursula Körtner - Mitglied der Landtagsfraktion der CDU, Vorsitzende des Arbeitskreises Kultus, Stellvertretendes Mitglied des Ältestenrats, Mitglied im Kultusausschuss, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen - war am 8. März, dem Internationalen Frauentag, zu Gast am OHG.

Ist in einer Zeit, in der mehr Mädchen als Jungen das Gymnasium besuchen, Frauen natürlich eine qualifizierte Ausbildung machen können, Frauen häufig bessere Universitätsabschlüsse als Männer haben, ja "wir Frauen sogar Bundeskanzlerin sind" Gleichstellung der Frau in Familie, Politik und Gesellschaft überhaupt noch ein Thema?
In einem engagierten Vortrag für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe machte Frau Körtner deutlich, dass Frauen sich heute mehr denn je in der Politik engagieren müssen. Angesichts zunehmend knapper werdender staatlicher Finanzmittel, angesichts stetig sinkender Geburtenraten, angesichts wachsender Schwierigkeiten für Mütter berufliche Karriere und Familie zu vereinbaren, sei es besonders wichtig, dass Frauen ihre Stimme erheben, ihre persönlichen Erfahrungen und Visionen in die politischen Gremien tragen und die Reformen auf den Weg bringen, die nötig sind, um aus unserer Gesellschaft wieder eine familienfreundliche Gesellschaft zu machen, in der nicht nur scheinbar ökonomische Sachzwänge die politischen Entscheidungen bestimmen.
Die anschließende Diskussion wurde engagiert, z.T. leidenschaftlich geführt. Sie zeigte deutlich, dass auch heute noch junge Frauen, aber auch junge Männer auf der Suche sind, welche Rolle sie in Familie, Partnerschaft, Beruf und Gesellschaft übernehmen wollen und sollen.
Den Kampf um die Gleichstellung der Frauen, den unsere Großmütter und Mütter seit 200 Jahren so engagiert geführt haben kann man auch am 8. März 2006 nicht für beendet erklären!

(Stg)

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Projekte

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre…


Wir, die Politik-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums, haben uns gefragt, ob und wie ihr euch eigentlich über Politik informiert, ob ihr Zeitung lest, ob und was ihr wählen würdet usw. Um diesen Fragen nachzugehen, haben wir im Dezember 2009 einen Fragebogen mit insgesamt zehn Fragen entwickelt, den insgesamt 474 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 8-13 ausgefüllt haben.

Und hier nun einige Auszüge aus den interessanten Ergebnissen:

Grüne gewinnen Bundestagswahl und könnten den Kanzler stellen!



Wie ihr seht, hätte eine Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und SPD eine Mehrheit im Bundestag (55,6%). Schwarz-Gelb (CDU/CSU und FDP) käme auf nur 32,3%. Weiterhin bemerkenswert: Die Linke wäre nicht im Bundestag vertreten (3,9%). Keine "sonstige" Partei würde den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen, allerdings liegt dabei die Piratenpartei mit 3,9% gleichauf mit der Linkspartei. 11% der Befragten hätten ihre Stimme nicht abgegeben.

Schwarz-Gelb bei den Schülerinnen abgeschlagen



Hier nun das Wahlergebnis nach Geschlechtern differenziert:

Während Schwarz-Gelb bei den Schülerinnen nur auf 24,5% der Stimmen kommt, erreicht die Regierungskoalition bei den Schülern immerhin 40,6% und liegt damit nur knapp hinter Rot-Grün (42,7%).

Und nun zu den Themen, die euch interessieren…

Wir haben gefragt, welche Themen euch besonders interessieren. Zwischen den Geschlechtern gibt es da deutliche Unterschiede:
Schüler:
Schülerinnen:

Erstaunlich, erstaunlich! Während sich die Schüler vor allem für Außen- und Sicherheitspolitik (54,8%) sowie Wirtschaft und Finanzen (49,5%) interessieren, sind den Schülerinnen Klimaschutz (61,9%) und Bildung (58,6%) besonders wichtig.

Die Grundauswertung der Umfrage zum Interesse Jugendlicher an Politik (Januar/Februar 2010) kann hier heruntergeladen werden.

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Soziale Schichtung am Otto-Hahn-Gymnasium


Im Schuljahr 2003/04 behandelten wir, der Politikleistungskurs und unser Fachlehrer Herr Rohde, das Thema "Sozialstruktur in Gesellschaften". Unter anderem beschäftigten wir uns mit der Messung der sozialen Schichtzugehörigkeit. Den Anstoß zu dieser Messung erhielten wir von einer ähnlichen Umfrage, die im Jahre 1982/83 am Otto-Hahn-Gymnasium durchgeführt worden war. So lagen uns Vergleichswerte vor. Außerdem wollten wir einmal eine soziologische Untersuchungsmethode in der Praxis kennenlernen. Zunächst mussten wir uns aber ein geeignetes Untersuchungsverfahren auswählen.

Karl Marx vertrat seinerzeit die Ansicht, dass sich die Gesellschaft in drei große Schichten aufspaltet: in die Bourgeoisie, in die Mittelschicht und in das Proletariat. Die Bourgeoisie bestand dabei für ihn aus den Eigentümern von großen Produktionsmitteln; die Mittelschicht aus Eigentümern von kleinen Produktionsmitteln und das Proletariat verfügte nur über die eigene Arbeitskraft. Da wir aber wissen, dass Arbeitnehmer nicht einheitlich arm sind und auch manche Eigentümer trotz Produktionsmitteln arm sind, sahen wir seine Behauptung als falsch an und wandten uns einer neuen Theorie zu: der Theorie des sozialen Status, der die Lage eines Menschen anhand einer Status-Skala im sozialen Höher und Tiefer festlegt. Gruppierungen von Personen mit gleichem oder ähnlichem sozialen Status stellen dann die sozialen Schichten dar.

So kamen wir schließlich dazu einige Methoden zur Bestimmung der Schichtzugehörigkeit zu betrachten. Neben einem Modell von Erwin K. Scheuch befassten wir uns auch mit dem Sozialen Selbsteinstufungsverfahren, kurz SSE-Verfahren, von Gerhard Kleining und Harriett Moore. Dieses Verfahren wurde 1968 für Marktforschungsarbeiten erstellt. Dabei wird nur der Beruf als Indikator für den gesellschaftlichen Status verwendet. Die befragten Personen sollten sich dabei einem vorgegebenen Berufsgruppen-Schema zuordnen, welches von Kleining und Moore entwickelt worden war. Die neun Berufsgruppen, in die sich das von Kleining und Moore erstellte Berufsstatus-Schema unterteilt, werden in sechs Schichten zusammengefasst:

Die Oberschicht (O, z.B. Großunternehmer), die Obere Mittelschicht (OM, z.B. Ärzte), die Mittlere Mittelschicht (MM, z.B. mittlere Geschäftsinhaber), die Untere Mittelschicht (UM, z.B. Bankangestellte), die obere Unterschicht (OU, z.B. Kellner) und die untere Unterschicht (UU, z.B. Lagerarbeiter). Diese Methode ist sehr diskret, da keine direkten Angaben von der befragten Person gefordert werden. Außerdem ist sie nicht allzu aufwendig.

Unsere Erhebungsbögen wurden an alle Eltern der Klassen 7-13, bzw. an den/die Haupternährer/in der Familie und dessen/deren Vater oder Mutter verteilt. Von 758 Bögen erhielten wir 447 vollständig ausgefüllt zurück, was einer Rücklaufquote von 58,9 Prozent entspricht. Da angenommen werden kann, dass eine Nicht-Rückgabe zufällig erfolgte, kann man die Befragung als repräsentativ bezeichnen.

Die Elternhäuser der Schülerschaft des Otto-Hahn-Gymnasiums verteilten sich anteilig wie folgt auf die sechs Schichten:
Oberschicht: 2,5 %
Obere Mittelschicht: 14,1 %
Mittlere Mittelschicht: 26,0 %
Untere Mittelschicht: 50,3 %
Obere Unterschicht: 4,7 %
Untere Unterschicht: 2,5 %
Der Vergleich über 21 Jahre zeigt sich folgendermaßen:
Jahrgang

7-9

10-11

12-13

Jahr 1982 2003 1982 2003 2003
Oberschicht
Obere Mittelschicht
Mittelschicht
58,2 % 42,1 % 65,2 % 45,2 % 38,8 %
Untere Mittelschicht 30,6 % 50,4 % 27,7 % 49,2 % 52,2 %
Unterschicht 11,2 % 7,5 % 7,1 % 5,6 % 9,0 %
Leider lagen uns für die Jahrgänge 12 und 13 keine Vergleichswerte von 1982 vor. Daher konnten wir bei der Auswertung nur die Jahrgänge 7-11 berücksichtigen. Durch die Auswertung der angegebenen Berufe der Haupternährer, von den Klassen 7-11, kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler im Jahr 2003 im Vergleich zu 1982 aus der unteren Mittelschicht stammt (ca. 50%). Um diesen Wandel zu erklären, stellten wir zwei Hypothesen auf:

  1. Unsere Zahlen zeigen, dass seit 1982/83 ein allgemeiner sozialer Abstieg statt gefunden hat.
  2. Unsere Zahlen zeigen, dass sich unsere Schule in den letzten Jahren weniger abgeschottet und sich so breiteren Schichten geöffnet hat.
Die weitern Überlegungen zeigen uns, dass die 1. Hypothese falsch ist, da wir die Angaben vom Vater bzw. der Mutter des/der Haupternährers/-ernährerin überprüfen. Die Intergenerationenmobilität verhält sich nämlich wie folgt:
Sozialer Aufstieg (+1 bis +4)
bzw. Abstieg (-1 bis -4)
genaue Anzahl in Prozent
+4 11 3 %
+3 23 5 %
+2 81 18 %
+1 113 26 %
0 158 36 %
-1 31 7 %
-2 16 4 %
-3 4 1 %
-4 1 0 %

Am Ergebnis ist zu erkennen, dass sich der größte Teil der Haupternährer/innen in der gleichen sozialen Schicht befindet, wie deren Vater oder Mutter. Trotzdem gibt es natürlich auch soziale Auf- und Absteiger. Wie wir sehen hat hier eine stärkere soziale Aufstiegs- als Abstiegsbewegung stattgefunden. Die Schichtzugehörigkeit hat früher wesentlich das Bewusstsein und das Verhalten beeinflusst, was zur Folge hatte, dass sich auch Entwicklungs- und Ausbildungschancen nach den jeweiligen sozialen Verhältnissen richteten. Dies zeigt sich an der stark repräsentierten Oberschicht im Jahr 1982/83. Heute stellt aber eher die untere Mittelschicht den größten Anteil dar. Jetzt würde man schnell zu der Annahme gelangen, dass innerhalb dieser 21 Jahre ein allgemeiner sozialer Abstieg erfolgt ist, doch dies widerlegen die Ergebnisse der Intergenerationenmobilität. Diese zeigen, dass die Zahl der Aufsteiger deutlich höher ist, als die der Absteiger. Wir entscheiden uns also letztendlich für die 2. Hypothese und erklären den sozialen Wandel so, dass sich das Gymnasium in Springe in den letzten 21 Jahren breiteren sozialen Schichten geöffnet hat.

Kristin Koch, Jgst. 12
© Januar 2003


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