Juniorakademie Jahrgang 7-9 in Loccum

In der Zeit vom 14.-21. Oktober fand in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum erneut eine Juniorakademie statt. In insgesamt vier Kursen (»Freiheit und  Verantwortung«, »Land schafft Kunst«, »Wandel und Vielfalt der Natur unter dem Einfluss des Menschen«, »Loccumer Inszenierungen: Theatergeschichten aus dem Kloster«) trafen sich eine Woche lang Jugendliche von der siebten bis zur neunten Klasse, um über verschiedenste Themen zu diskutieren, zu recherchieren oder zu forschen, darunter auch Marvin P., Jakob und Anton B..
Im Kurs »Freiheit und Verantwortung«, an dem Jakob und Marvin teilgenommen haben, wurden verschiedene Definitionen der Begriffe, die Frage nach der  Notwendigkeit von Freiheit bzw. Verantwortung und die Probleme, die auftreten, wenn eine der beiden übermäßig vorhanden ist, diskutiert. Eingeladen waren auch Experten wie eine Landtagsabgeordnete, mit der über Freiheit und Verantwortung in der Politik gesprochen wurde, oder eine Psychologin, die über neueste
Erkenntnisse der Hirnforschung zum freien Willen des Menschen berichtete. Zwischen teilweise stundenlangen Diskussionen wurden Ausflüge in das Kloster und Wanderungen unternommen. Im Kurs »Land schafft Kunst«, an dem Anton teilgenommen hat, wurden »Landart«-Projekte durchgeführt, das heißt, dass  künstliche/-lerische Änderungen in der Natur vorgenommen wurden. Das Kloster und die Klosterkirche, die im Moment restauriert wird, wurden besichtigt.
Alles wurde zeichnerisch in einer Art »Tagebuch« dokumentiert. Besonderer Höhepunkt für alle Teilnehmer war die öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Gruppen für Interessenten, Sponsoren und Eltern am vorletzten Tag der Juniorakademie.


Jakob B.

Schülerakademie Rostock 2011

Kein Camp für Streber


Tami L., Schülerin der 12. Klasse, hat vom 07. bis zum 23. Juli an der Schülerakadamie in Rostock teilgenommen. Ihre Eindrücke hält sie hier in einem Erlebnisbericht fest.

Zunächst war es eine Riesenehre für mich, als ich angesprochen wurde, ob ich nicht an der deutschen Schülerakademie
teilnehmen wolle. Doch je näher dieses Ereignis rückte, desto skeptischer wurde ich. 16 Tage der Ferien einer Schüler-Akademie
opfern? Was würde mich da erwarten? Eine Sommerschule, ein Camp für Streber? Aber dann war da der Tag der Ankunft, als wir uns alle zum ersten Mal sahen und unsere besten Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen wurden. Das, was wir hier vorfanden, war alles andere als langweilig oder auf junge Genies ausgerichtet.
Was am ersten Tag mit dem Angebot des Chores begann, streute sich mehr und mehr: Letztendlich gab es nichts, was man neben den Kursen nicht machen konnte. Langeweile war ein Fremdwort geworden und die zunächst unbekannten Menschen sind – dank ihrer beeindruckenden Offenheit und Neugier aufeinander – zu einer so tollen Gruppe zusammengewachsen, dass einem trotz Schlafmangel nichts anderes übrig blieb, als bis tief in die Nacht (bzw. den Morgen) bei ihnen zu bleiben um keine gemeinsame Zeit zu verlieren.
Es wird eine Dokumentation geben, die festhält, was wir in den Kursen besprochen haben, aber gelernt haben wir viel mehr als das. Vielleicht mehr Offenheit, vielleicht mehr Mut oder mehr Hilfsbereitschaft. Was aus diesen 16 Tagen geblieben ist, ist viel mehr als wissenschaftliche Erkenntnisse (die man ohnehin bald wieder vergisst): Was bleibt sind Freundschaften, Impressionen und Erinnerungen an eine geile Zeit.

Tami L.